Katharina Ihlefeld

Wir werfen Dinge weg und produzieren Müll. Firmen stellen Dinge her, die in immer kürzeren Abständen zum Wegwerfen sind und produzieren dadurch unsere Wegwerfgesellschaft. Kunst wehrt sich gegen Verschleiß. Kunst rettet Weggeworfenes. Kunst hat Mitleid, auch mit den Dingen. Dinge sind Material, sind Instrumentarium für künstlerische Prozesse.


„Sachen suchen“ ist ein Spiel von Pippi Langstrumpf. K. Ihlefeld findet Sachen; seit einiger Zeit sind es Radkappen. Nein, anders: Radkappen lassen sich von K. Ihlefeld finden. Einmal weggeworfen, wollen sie keine Radkappen mehr sein, sondern Objekte der künstlerischen Begierde…


Und die Phantasie nimmt ihren Lauf.


Das Ergebnis ist ein Kunst-Ereignis im besten Sinne einer künstlerischen Beauftragung: zur Verführung nämlich. Es verführt zum Hinschauen, zum Deuten, zum Darüber-Reden und vielleicht zur Freisetzung eigener kreativen Ideen. Und gleichwohl ruht es in sich selbst.