Beate Hähnlein

Beate Hähnlein

mail@beate-haehnlein.de

Stell dich mal kurz vor.
Seit über 25 Jahren lebe ich mit Mann und Haustieren, anfangs auch mit Kindern im ländlichen Teil von Mönchengladbach. Ich liebe die Natur und habe gerne Ruhe und bin am liebsten künstlerisch oder handwerklich unterwegs. Die Zeit für alle meine Ideen ist natürlich immer zu knapp.

Hast du ein Haustier?
4 Katzen und den rumänischen Mischlingshund Balou, der es faustdick hinter den Ohren hat.

Wann hast du gemerkt, dass künstlerisch begabt bist?
In der Schule habe ich gemerkt, dass mir das alles viel leichter fällt, als den anderen. Vorher habe ich eben gerne gemalt und das war normal.

Möchtest du uns eine Anekdote erzählen?

Erzähle uns was über deine Kunst.
Meine Bilder baue ich aus vielen Schichten auf. Momentan arbeite ich hauptsächlich figurativ, Menschen sind ein unerschöpfliches Sujet. Mein Anliegen ist es, immer den besonderen Ausdruck zu finden.
Zu den vielen Techniken die ich benutze gehören Collage, Druck, Schablone, Zeichnen und Malen mit Öl und Acryl. Die vielen verschieden Materialien sollen am Ende ein harmonisches Ganzes ergeben.

Übst du oder hast du einen künstlerischen Beruf ausgeübt oder hast du etwas anderes gemacht?
Ich bin Chemietechniker und arbeite in einem analytischen Labor. Da ich jeden Tag neue Fragestellungen bearbeiten muss, ist auch hier Kreativität gefragt, denn es müssen immer neue Lösungswege gefunden werden.

Wie bist du zu den blauen Rheydtern gekommen?
Ich habe mich bewusst auf die Suche nach Kontakt zu Künstlern gemacht. Auf dem Kulturmarkt bin ich dann auf einen Stand der blauen Rheydter gestoßen und ins Gespräch gekommen. Daraufhin hat man mich zu einem Treffen eingeladen.

Hast du ein künstlerisches Vorbild oder eine Lieblingsepoche?
Mich haben schon immer die Impressionisten begeistert, aber auch zeitgenössische Künstler. Ein Vorbild, an dem ich mich momentangerne orientiere ist die Amerikanerin Caren Ginsberg. Mir imponiert die lockere abstrakte Art der Portraits, aber auch die abstrakten Collagen, damit möchte ich mich in Zukunft auch beschäftigen.

Was war dein beeindruckendstes Museums Erlebnis?
Vor ein paar Jahren war ich mit meiner Tochter im Mussee d’Orsay in Paris. Es war ziemlich voll und wir schlenderten dadurch. Plötzlich stand ich vor dem Original von Manet, Frühstück im Freien. Ich hatte das Bild schon unzählige Male auf Abbildungen gesehen, aber so unvorbereitet vor dem riesigen Original zu stehen, hat mich umgehauen. Diese Farben und der Ausdruck, das kann keine Abbildung im geringsten zeigen.

Was ist deine Motivation hinter der Kunst?
Tja, eine Motivation, die ganz von innen kommt, das kann ich nicht beschreiben.

Gab es Hürden auf deinem künstlerischen Weg?
Die Zeit! Es gabe Jahre in meinem Leben, da habe ich es einfach nicht geschafft. Ich könnte auch heute nicht einfach nach einem langen Tag in die Nacht hinein malen. An bestimmten Schritten muss ich mich sehr vertiefen und konzentrieren, das kann ich nicht, wenn der Kopf zu voll ist oder ich keine Ruhe habe. Leider ist mir noch keine Möglichkeit eingefallen, die richtig Entspannung herbeizuführen.

Welche Aspekte deiner Technik fallen dir schwerer als andere?
Auf jeden Fall muss ich immer daran arbeiten, locker zu bleiben. Ich kann ein Bild auch totmalen, da muss ich sehr aufpassen.

Woher weißt du, dass dein Bild fertig ist?
Siehe oben, da muss ich aufpassen, den Punkt zu finden.

Wie findest du einen Titel?
Der fällt mir irgendwann ein.

Gibt es einen Menschen der dir besonders geholfen hat auf deinem Weg?
Mein Mann hat mich immer unterstützt, indem er mir den Raum geschaffen hat, zeitlich als auch im richtigen Sinne. Einen großen Schritt habe ich gemacht, als meine damalige Kollegin, jetzt Freundin Karin auf mich eingeredet hat, dass sie einen Raum mieten möchte und einen Partner sucht. Ich habe erst abgelehnt, da ich ja Platz zu Hause hatte. Aber der Platz war natürlich viel zu klein. Sie hat aber nicht locker gelassen und mit dem ersten angemieten Atelier, mit dem vielen Platz taten sich auf einmal ganz andere Möglichkeiten auf.

Was inspiriert dich? Wer oder was ist deine Muse?
Mein Hirn scannt ständig rum und dann springen Ideen rein.

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